Regeländerungen für die Saison 2018/19

Auf www.FIBA.basketball werden die Regeländerungen – geltend ab 1. Oktober 2018 – in englischer Sprache präsentiert.

Wir haben die wichtigsten für Euch zusammengefasst:

24 Sekunden: Einwurf bei wechselnder Ballkontrolle

Bisher: Beim Wechsel der Ballkontrolle von der einen zur anderen Mannschaft gab es bisher immer neue 24 Sekunden.

Neu: Wechselt durch einen Einwurf die Ballkontrolle, z. B. weil die bisher angreifende Mannschaft einen Schrittfehler begangen hat, erhält die nun angreifende Mannschaft

  • 24 Sekunden, wenn der Einwurf in ihrem Rückfeld erfolgt.
  • 14 Sekunden, wenn der Einwurf in ihrem Vorfeld erfolgt.

Absicht: Die Angriffszeit nach neuem Ballbesitz wird für die angreifende Mannschaft weiter verkürzt, wenn sie durch einen Einwurf bereits in ihrem Vorfeld ist. Die Anzahl der Korbwürfe in einem Spiel soll weiter erhöht werden.

24 Sekunden: Einwurf nach Auszeit (letzte zwei Minuten)

Bisher: Steht in den letzten zwei Minuten des vierten Viertels oder einer Verlängerung einer Mannschaft ein Einwurf in ihrem Rückfeld zu und sie nimmt vor dem Einwurf eine Auszeit, wurde der Einwurf an die Einwurfmarkierung in ihrem Vorfeld verlegt.

Neu: In diesem Fall kann nun der Trainer bis nach der Auszeit entscheiden, ob seine Mannschaft den Einwurf an der Einwurfmarkierung im Vorfeld oder im Rückfeld ausführt. Bei Einwurf im Rückfeld ändert sich nichts an der bisherigen Wurfuhr-Regel. Bei Einwurf im Vorfeld gibt es 14 Sekunden, auch wenn die Wurfuhr vorher auf z. B. 21 Sekunden stand oder auch, falls die Restzeit kleiner als 14 Sekunden war, z. B. weil der Ball schon im Vorfeld war und legal wieder ins Rückfeld gelangte.

Absicht: Durch das Optionsrecht erhält die angreifende Mannschaft zusätzliche taktische Möglichkeiten in einer eventuell entscheidenden Spielphase.

24 Sekunden: Eingeklemmter Ball

Bisher: Ein zwischen Ring und Spielbrett eingeklemmter Ball galt bisher nicht als Ringberührung im Sinn der 24-Sekunden-Regel.

Neu: Ein zwischen Ring und Spielbrett eingeklemmter Ball hat (auch) im Sinn der 24-Sekunden-Regel den Ring berührt.

Absicht: Vereinfachung der Regel, wann ein Ball den Ring berührt hat.

Anmerkung: Das bedeutet u. a., dass die Wurfuhr auf 14 Sekunden zurückgesetzt wird, wenn die Mannschaft des Werfers nach Einklemmen des Balls anschließend aufgrund des Wechselnden Ballbesitzes den Einwurf erhält.

Bestrafung von technischen Fouls

Bisher: Die Strafe für ein technisches Foul war bisher ein Freiwurf mit anschließendem Einwurf von der Mittellinie.

Neu: Ein technisches Foul wird nur noch mit einem Freiwurf bestraft, der anschließende Einwurf fällt weg.

Absicht: Spieler und Trainer empfanden die bisherige zweiteilige Strafe als zu hart. Außerdem wurden an dieser Stelle damit die FIBA-Regeln an die der NBA angepasst.

Anmerkung: Der Freiwurf für ein technisches Foul wird sofort nach einer solchen Entscheidung und ohne Freiwurf-Aufstellung ausgeführt. Anschließend wird das Spiel in jeder Hinsicht (auch bezüglich der Wurfuhr) an der Stelle wieder auf-genommen, wo es durch den Freiwurf unterbrochen wurde. Dies kann auch die Fortsetzung einer bereits begonnen Ausführung einer zusammenhängenden Freiwurfstrafe sein, wobei der Freiwurf für das technische Foul gegebenenfalls am anderen Korb auszuführen ist.

Einwurfstelle nach unsportlichem oder disqualifizierendem Foul

Bisher: Der Einwurf als Teil der Strafe für ein unsportliches oder disqualifizieren-des Foul wurde bisher von der Mittellinie ausgeführt.

Neu: Dieser Einwurf wird nun an der Einwurfmarkierung im Vorfeld der einwerfenden Mannschaft ausgeführt, die Wurfuhr wird auf 14 Sekunden gesetzt.

Absicht: Beschleunigung des Spiels durch Einwurf im Vorfeld und Verkürzung der Angriffszeit. Außerdem werden komplexe Situationen vermieden, die bei einem Einwurf von der Mittellinie entstehen können.

Doppelfoul

Bisher: Unabhängig von den jeweiligen Einzelstrafen galt es bisher als Doppel-foul, wenn zwei Gegenspieler annähernd gleichzeitig aneinander ein Foul begingen. Die Foulstrafen hoben sich per Definition gegeneinander auf.

Neu: Um ein Doppelfoul handelt es sich nur noch, wenn zusätzlich die beiden Einzelfouls identische Strafen nach sich ziehen.

Absicht: Vermeidung von Ungerechtigkeiten, wenn Art oder Strafen der beiden Fouls unterschiedlich sind, z. B. wenn Foul ein persönliches und das andere ein unsportliches ist, aber auch wenn bei zwei persönlichen Fouls eine oder beide Mannschaft(en) die Mannschaftsfoulgrenze überschritten hat, bzw. haben.

Dribbling: Werfen des Balls ans Spielbrett

Bisher: Wirft ein Spieler (meist im Sprung) den Ball ans Spielbrett und fängt ihn (in der Luft) wieder, galt dies als Dribbling und führte grundsätzlich zu einem Doppeldribbling.

Neu: Das Werfen des Balls ans Spielbrett zählt nicht mehr als Dribbling und ist daher keine Regelübertretung.

Absicht: Anpassung an das moderne Spiel, um spektakuläre Spielsituationen zuzulassen.

Einwurf in den letzten zwei Spielminuten

Bisher: Stören des Einwerfers durch Verletzung der (unsichtbaren) Wand über der Einwurflinie mit einem Teil des Körpers ist eine Regelübertretung des Verteidigers, die während der gesamten Spielzeit zunächst zu einer Verwarnung und im Wiederholungsfall zu einem technischen Foul führte.

Neu: In den letzten zwei Minuten des vierten Viertels und jeder Verlängerung werden vor der Ausführung eines Einwurfs die Spieler auf dem Spielfeld durch den Schiedsrichter mit dem neuen Handzeichen (Abbildung) darauf hingewiesen, den Raum über den Auslinien nicht zu verletzen. Ein Verstoß gegen diese vorbeugende Warnung führt ohne vorherige Verwarnung sofort zu einem technischen Foul.

Absicht: Dadurch soll eine derartige Regelverletzung und die damit verbundene (taktische) Spielverzögerung in den letzten zwei Spielminuten unterbunden werden.

Instant Replay System (IRS)

Bisher: Goaltending oder Stören des Balls war bisher zu keinem Zeitpunkt des Spiels Gegenstand einer IRS-Überprüfung, gleiches galt für die Anzahl der Frei-würfe für einen gefoulten erfolglosen Korbwerfer und für die Umwandlung eines Kontaktfouls in ein technisches Foul.

Neu: Es wurden drei neue Fälle hinzugefügt, bei denen IRS verwendet werden darf:

Während der letzten 2:00 Spielminuten,

  • ob eine Regelübertretung wegen Goaltending oder Stören des Balls richtig entschieden wurde.

Während des gesamten Spiels,

  • ob der Werfer bei einem erfolglosen Korbwurf zwei oder drei Freiwürfe erhält, nachdem er beim Korbwurf gefoult wurde.
  • ob ein persönliches, unsportliches oder disqualifizierendes Foul gemäß den Kriterien für ein derartiges Foul geahndet wurde, andernfalls auf- oder abgewertet werden muss oder in ein technisches Foul umzuwandeln ist.

Absicht: Vereinheitlichung von IRS-Regelungen der verschiedenen Veranstalter.

Anmerkung: Bei einer IRS-Überprüfung für Goaltending oder Stören des Balls muss zuvor eine Entscheidung getroffen worden sein, gleiches gilt für eine Auf- oder Abwertung eines Fouls oder die Umwandlung in ein technisches Foul. Nicht zulässig ist es, die grundsätzlich getroffene Foulentscheidung insgesamt wieder aufzuheben.

Dies alles ist natürlich nur bei Spielen relevant, bei den eine IRS-Nutzung zulässig ist.

Spielkleidung und weitere Ausrüstung

Bisher: Jegliches erlaubte Zubehör zur Spielkleidung musste innerhalb einer Mannschaft zwar die gleiche Farbe haben, diese konnte aber bisher für verschiedene Gegenstände wie Arm-Manschetten und Kompressionsstrümpfe unter-schiedlich sein.

Neu: Jegliches Zubehör zur Spielkleidung muss innerhalb einer Mannschaft ein-farbig und farblich gleich sein.

Absicht: Die bisherige Freiheit der Farbwahl beim Spielkleidungszubehör wurde eingeschränkt, um das erwünschte Erscheinungsbild der Mannschaften zu erzielen.

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