Die ABL-Saison 2017/18 – ein kleiner Rückblick

Die ABL-Saison 2017/18 ist in den Geschichtsbüchern, wir wollen noch einmal einen Blick zurückwerfen.

Der Meister

Dass die Kapfenberg Bulls ihren Titel verteidigen, war alles andere als eine Überraschung. Trotz der Doppelbelastung mit der Teilnahme auf internationaler Ebene gewannen die Steirer – als erstes Team überhaupt – alle drei nationalen Titel in einer Saison: Supercup, Cup und Meistertitel. Bei dem Budget und mit diesem starken Kader wäre alles andere auch eine herbe Enttäuschung gewesen.

Die positiven Überraschungen

Die wenigsten hätten wohl vor Saisonstart auf die Lions aus Traiskirchen gesetzt. Der Verein wurde quasi komplett umgekrempelt, vom Management, über den Coach bis hin zu den Spielern. Mit 23:9 Siegen lag man am Saisonende nur sechs Punkte hinter den Kapfenbergern und qualifizierte sich mit Platz 2 direkt für das Halbfinale.

Da war dann aber gegen die Gmunden Swans Endstation, deren Leistung in der abgelaufenen Saison ebenfalls positiv hervorgehoben werden muss. Sie mauserten sich zum stärksten Konkurrenten der Bulls, brachten sie im Cupfinale an den Rand einer Niederlage und zeigten auch im Finale eine bärenstarke Leistung.

„Bärenstark“ ist auch das Stichwort für die dritte außergewöhnliche Performance, die man herausstreichen muss. Mit 39 Jahren Scoring Champion, MVP und MVAP zu werden, spricht für sich. Wir ziehen den Hut vor dem Evergreen der Liga – Stjepan Stazic.

Die Enttäuschungen

Das bringt uns aber schon zum nächsten Punkt – ein 39jähriger, der die Liga dominiert, spricht nicht unbedingt für das hohe Niveau der ABL. Das ist natürlich nichts Neues, aber langsam sollte man sich überlegen, wohin die Entwicklung eigentlich gehen soll und was man will. Der „große Plan“ ist leider nicht erkennbar.

Mehr erwartet hat man sich vor der Saison sicherlich von den Dukes aus Klosterneuburg. Mit Miletic und Vay wurden der amtierende und ein ehemaliger MVP geholt, dazu mit Bavcic ein erfahrener Center und Ante Perica ein Topcoach verpflichtet. Letztlich reichte es ganz knapp für die Playoffs, wo im Viertelfinale Endstation war. Natürlich darf man nicht vergessen, dass zahlreiche Verletzungen die Dukes zurückwarfen, trotzdem war da wohl mehr drin.

Bestimmt nicht mehr drin war beim UBSC Graz. Auf dem Rechtsweg erkämpfte man sich den Verbleib in der ersten Liga, aber man darf die berechtigte Frage stellen: Wozu? Welchen Mehrwert stellen die Grazer in der ABL dar? Die Frage muss sich wohl in erster Linie das Management selbst stellen…

Fazit

Die großen Überraschungen blieben also aus – Kapfenberg verdienter, aber auch erwarteter Meister. Überschaubares Niveau, keine Leistungsexplosionen bei jungen Österreichern. Mit den DC Timberwolves kommt der vielleicht nötige frische Wind in die erste Liga. Was die Strukturänderungen im Verband für die ABL bedeuten, wird sich erst weisen. Und was von der kommenden Saison zu erwarten ist? Das kann man zum jetzigen Zeitpunkt schwer sagen, wir werden die Entwicklung natürlich genau beobachten und dann unseren Senf dazu geben. Stay tuned.

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